kDPRA- eine Methode zur Erfassung der Wirkstärke der Hautsensibilisierung

HautSens, Sensibilisierung, Replacement, kDPRA

Der kinetic direct peptide reactivity assay (kDPRA) ist eine Erweiterung des DPRA, der bereits als Prüfrichtlinie Nr. 442C der OECD international anerkannt ist. Während der DPRA nur eine Aussage über ein hautsensibilisierendes Potenzial ermöglicht, kann mit dem kDPRA auch die Potenz, also die Wirkstärke der Hautsensibilisierung erfasst werden. Dazu wird die Reaktionskinetik der Peptid-Depletion gemessen. Damit kann zwischen starken und schwachen hautsensibilisierenden Wirkungen unterschieden werden, die dann nach CLP/GHS Sub-Kategorien 1A and 1B eingestuft werden.

Im kDPRA wird die Reaktionskinetik der Reaktion der Prüfsubstanz mit einem synthetischen Cystein-haltigen Heptapeptid ausgewertet. Dazu wird gemessen, wieviel Peptid nach verschiedenen Reaktionszeitspannen mit verschiedenen Prüfsubstanzkonzentrationen abreagiert. Nach der jeweiligen Reaktionszeit wird die Reaktion durch Zugabe des hochreaktiven und nicht-fluoreszenten Monobromobimans gestoppt. Dieses bindet an Peptide, die nicht mit der Prüfsubstanz reagiert haben, wodurch ein fluoreszierendes Produkt entsteht, das mittels Fluoreszenzmessung quantifiziert wird.  Die Peptid-Depletion, die Menge des Peptides, das mit der Prüfsubstanz reagiert hatte, ergibt sich aus der Differenz von Peptid-Edukt und fluoreszierendem Produkt. Die Reaktionskinetikkonstante, k, wird durch Interpolation aus der Prüfsubstanzkonzentrations-, Reaktionszeit- und Depletions-Matrix errechnet.

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